Dr. des. phil. Nils Jacob Liersch

Meine Begeisterung für Yoga, indische Philosophie und die südasiatischen Weisheitstraditionen führte mich zu 10 Jahren Studium der Indologie und Religionswissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Seit 2004 befinde ich mich auf meinem persönlichen Yogaweg. Seit 2014 unterrichte ich die AYI©-Methode in meinem Yogaunternehmen Ashtanga Yoga Institut Heidelberg.

Ende des Jahres 2024 promovierte ich an der Philipps-Universität Marburg unter Prof. Jürgen Hanneder mit einer kritischen Edition und annotierten Übersetzung des Tattvayogabindu (“Essenz des Yoga und der [höchsten] Realität”). Es handelt sich dabei um ein deskriptives Yogalehrbuch, welches Anfang-Mitte des 17. Jahrhunderts von einem gewissen Rāmacandra verfasst wurde. Der vermutlich aus dem Norden Indiens stammende Text behandelt 15 verschiedene Yogas, beschreibt den yogischen Körper, die höchste Realität und yogische Kosmogonie. Das Projekt finanzierte sich über eine Qualifikationsstelle mit dem Ziel Promotion im Light on Haṭha Projekt. Im Rahmen dieses Projektes wurde eine kritische Edition der sog. Haṭhapradīpikā wurde erstellt, der wichtigste klassische Sanskrit-Quelltext für physisches Yoga überhaupt. Seit Dezember 2024 arbeite ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im  ERC-Forschungsprojekt “Saving the Kashmirian Sanskrit Heritage” und ediere größtenteils weitestgehend unbekannte Yogaquelltexte aus dem Kashmir-Tal.

Interviews, Podcasts etc.

Nils war im Atemcode Podcast bei Neurowissenschaftlicher und Wim-Hof-Trainer Matthias Wittfoth. Für den Podcast klicke hier.

Kumbhaka bezeichnet das Anhalten des Atems nach der Ein- oder Ausatmung. Klingt simpel, doch wer hätte gedacht, dass es dazu zahlreiche verschiedene Techniken gibt? Der Leitfaden derAtemanhaltung (Skt. Kumbhaka Paddhati) von Raghuvīra ist ein Sanskrit-Yogatext aus dem 17. Jahrhundert, welcher exklusiv das Thema Atemkontrolle (prāṇāyāma) behandelt.

Der Indologe, Religionswissenschaftler und Yogi Nils Jacob Liersch spricht im Interview für Yoga Aktuell über seine intensive Arbeit mit alten Sanskrit-Quellen. Dabei gibt er Einblicke in seine philologischen Forschungen und zeigt, wie diese Texte ein neues Licht auf bislang wenig bekannte Yogapraktiken werfen. Sein Ansatz verbindet wissenschaftliche Präzision mit persönlicher Erfahrung – und eröffnet spannende Perspektiven auf die Vielfalt der Yoga-Traditionen.


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